Verschleißlenkung an der Schneidkante wird erreicht, indem die Messer aus speziellen Stählen aufgebaut und anschließend so behandelt werden, dass Härtegradienten im Oberflächenbereich der Messer entstehen. Die dabei erzeugten Hartphasen- und Eigenspannungsverteilungen der Dünnschichtsysteme beeinflussen die lokale Verschleißbeständigkeit an der Messerspitze im mikroskopischen Maßstab. Das Behandlungs- und Beschichtungskonzept orientiert sich am biologischen Vorbild und beschränkt sich auf die Freifläche der Messer.

Die Mikroskopaufnahmen (siehe Bild rechts) zeigen, dass sich durch die schleißenden Bestandteile des Schnittguts während des Betriebs eine Schneidkante ausbildet, deren Schärfe etwa 1 µm beträgt und damit eine für Maschinenmesser bisher unerreichbar erscheinende Qualität besitzt. Beachtenswert ist, dass die Schneidkante in den Versuchen extremen Schockbelastungen drückend-schlagender Beanspruchungen bei hohen Schnittgeschwindigkeiten standhält. Hierin liegt das Potenzial des bionischen Prinzips – die enorme Leistungsfähigkeit von Nagetierzähnen konnte auf technische Schneidsysteme übertragen werden.

Gerade weil der Grundwerkstoff verschleißintensiv ausgeführt ist, schärft sich die Schneidkante. Eine scharfe Schneide erzeugt geringe Schnittkräfte. Als Resultat sind die Verschleißbeträge am Rodentics®-Messer um ein vielfaches geringer als beim konventionellen Messer (siehe Grafik rechts). Geringe Schnittkräfte und geringer Verschleiß – Energieeffizienz trifft Materialeffizienz!

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